Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Betrieb, Bau und Modifikation von Netzteilen.

Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon Echo1 » Sa 20 Apr, 2013 4:30 pm

Ahoi,

ich habe vor einiger Zeit bei ebay einen Röhrenlosen "Argus"-laser von Meditec/Aesculap gekauft. Dieser beinhaltet auch ein 3-Phasiges-Netzteil das ich gerne für einen ALC909-Z verwenden würde und sei es nur um den ALC909 damit anfänglich auf minimalleistung laufen zu lassen. Da das Netzteil einem Medizingerät entstammt und der innere Aufbau auch keine große Kühlung bzw Passbank enthält gehe ich davon aus das es für laser-Pulsbetrieb ausgelegt ist und eventuell schwache Dauerleistung abgeben kann. Der im "Argus" genutzte laser ist laut Typenschild auf den externen Elektromagneten ein EIL-AR-09, vermutlich ein wassergekühlter Argon 9W-Pulslaser? Problematisch ist auch das ich einen Anschlussplan für den DSUB-Anschluss benötigen würde.

Die Bilder des Netzteils befinden sich im Anhang. Zum Netzteil habe ich bisher durch eigene Recherche nichts rausgefunden; Jenoptik, das die Rechte/Dokumente von Meditec-Argonlasern übernommen hat, hat mir bisher nicht auf eine Anfrage geantwortet.

Ansonsten muss ich mir darüber gedanken machen welches Netzteil einen ALC909-Z mit voller Leistung betreiben kann. Ein ZPS.02 scheint ja Einphasig zu sein und damit auszuscheiden. Ab und an gehen bei ebay ja auch Exciter 265 raus, die dann aber wohl sehr massive 208V-Trafos eingangsseitig benötigen.

Naja, vllt kennt ja einer von euch das auf den Bildern gesuchte Netzteil und kann mir dazu eventuell Auskunft erteilen. :)

Schönes Wochenende noch,

Steffen
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon medusa » Sa 20 Apr, 2013 7:41 pm

Das ZP02 ist ein Schaltnetzteil, das zum ALC 909Z dazugehört. Es ist zwar einphasig, nimmt aber bis zu 32A bei 240V, und dax reicht massig aus um den Laser zu betreiben.
Man kann es natürlich auch aus einer 16A Phase betreiben. Da die 909-Röhre bei rund 170V brennt, kommst Du damit je nach Nervosität Deiner Haussicherungen auf 18-20A Röhrenstrom.

Diese ganze Diskussion hatten wir vor kurzem schon mal. Bei 18A liefert meine Röhre 1.72W, und das ist schon bösartig hell. Ich werde jetzt nicht nochmal wiederholen, warum ich solche Leistungen für mehr als ausreichend halte, bitte dazu das Gaslaser-Unterforum durchsehen. Wenn Du eine Weile was von Deinem Laser haben willst, solltest Du Angaben wie "bis zu 4W" oder "bis zu 28A" als rein theoretisch ansehen und für den Betrieb in Hobbyraum gleich wieder vergessen.
Das umso mehr, da ich Deiner PN entnommen habe, daß Du im Umgang mit Lasern dieser Größenklasse bisher noch nicht soviel Erfahrung hast. Der ominöse Tank ist ein Gasvorrat, denn das Argon in der Röhre brennt exponentiell schneller ab, je mehr Strom man durchjagt. Max Power = Min Lebensdauer, mit anderen Worten. Fang also lieber kleiner an und taste Dich langsam hoch. Die 488nm Line kommt bei meiner Röhre ab 7A.
Bitte auch nicht unterschätzen: Basteln mit Drehstrom ist wegen der beteiligten Leistungen lieber dem Elektrohandwerk zu überlassen. Da brennt sonst schon mal ganz gern eine Wohnung ab.

Beim 909 mußt Du natürlich auch noch einplanen, daß der Magnet extra gespeist werden muß (3A, magnetischer Südpol Richtung Anode) und daß die Kathode 25A bei 3.2V haben möchte. Den Trafo mit Mittelanzapfung dafür kann man sich ganz gut aus einem 200 bis 300W Ringkerntrafo selber wickeln, die gibts nämlich nirgends zu kaufen.
Kathode und Magnet kann man gut aus einer anderen Phase betreiben als das SNT. Es muß eh klar sein, welche Steckdose an welcher Sicherung hängt, ehe man mit sowas loslegt.

~medusa.
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon mikesupi » Sa 20 Apr, 2013 8:04 pm

@Medusa: Objection, der original Visulas Kathoden-Trafo hat 1.25 0 1.25 = 2.5V AC und 138V AC -> 195V DC für den Magneten. Das Ding ist ein riesen 10Kg Klopper.

P1040162_.jpg


P1040163_.jpg



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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon medusa » Sa 20 Apr, 2013 8:14 pm

@mike
Ionenröhren dieser Größe haben sicher keine Kathode unter 80W Heizleistung. Das kann man über die nötige Glühtemparatur über die Widerstandserhöhung von Wolfram auch leicht nachmessen und rechnen. Stimmt bei meiner Röhre mit 3.2V / 25A bestens überein.
Vielleicht war Dein Trafo für eine andere Röhre? Die wurden ja zuweilen mit Modellen anderer Hersteller ausgetauscht, und dann muß natürlich die Heizung angepaßt werden...

~medusa.
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon mikesupi » Sa 20 Apr, 2013 8:20 pm

@Medusa: Der Trafo kommt aus dem selben Wagen, wie der 909 (von DTK), das ist die Spannung... ich habe meine anderen 909 sonst immer mit 2.8V-3.0V betrieben, 3.2V empfehlen sich wegen des Spannungsabfall, wenn man eine Umb-Cord verwendet.
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon medusa » Sa 20 Apr, 2013 8:24 pm

Ich hab es gerade noch mal bei Sam nachgesehen: Lexel Röhren wurden mit 2.65V geheizt. Der Lexel88 war ein belieber Ersatz für den 909 und umgekehrt.
Bei den Schaltplänen für das ZP02 steht es auch explizit dabei, daß das standardmäßig für 909 und 88 geht.

EDIT: hast Du bei Deinem 909 schon mal auf der Kathodenseite reingespäht, ob die Glühfarbe stimmt? Bei 1050 Grad ist das ein helles orange, bei abgedunkeltem Raum kann das auch schon goldgelb aussehen.

~m.
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Beitragvon mikesupi » Sa 20 Apr, 2013 8:29 pm

@Medusa: Zeiss heizt mit 2.5V, das ist Fakt, die Kabel sind ja gerade mal 25 cm lang.
Das Humphrey Instruments ZPS.02 hat damit ja gar nichts zu tun, das ist ja ausschließlich für die Anodenspannung da.
Hast du den "Wagen" von Visulas je von innen gesehen? Vor allem, wie der 909 dort verbaut ist?
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon medusa » Sa 20 Apr, 2013 8:35 pm

Bei 2.5V glüht meine Kathode gerade mal rot. Das ist sicher zuwenig. Aber mach Du das so wie Du willst, es sind Deine Laser, und die haben vielleicht andere Kathoden...
ich erinnere mich bei unserer ersten Begegnung in diesem Forum, daß Du die 2.25V Heizung eines Lasos-NTs auch für ausreichend für einen ALC60 hieltest...

und damit verabschiede ich mich aus dieser ins OT abgleitenden Diskussion...
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Beitragvon mikesupi » Sa 20 Apr, 2013 8:49 pm

@Medusa: Ich habe nur gesagt, dass der original Visulas mit 2.5V arbeitet.
Der 909 wurde bei American Laser Corp. als OEM Produkt so von Zeiss geordert.
Der ALC steht bei Zeiss ja auch auf dem HR, also auf der Kathode, so lagert, transportiert und betreibt man ja auch keinen Laser.

Oben aus dem "Loch" schauen die Invar-Stangen mit dem Geraffel, das Du bei Dir abgebaut hast, im ersten Fach liegt dann das ZPS.02, unten ist der Luftkühler mit Fülltank und Pumpe, ganz untem besagter Trafo. Der Laser steht wie gesagt vertikal im Wagen und strahlt an die Decke zum Faserauskoppler.


DSCN3286_.jpg


DSCN3285_.jpg


Zeiss Visulas II 2_.jpg



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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon Echo1 » Sa 20 Apr, 2013 9:44 pm

*den Thread wieder zurück ins Topic schieb* Wegen der Anregung das das ZPS.02 doch die ALC909 komplett Einphasig versorgen könnte, habe ich eben mal per Trial and Error die Zuordnung meiner Leistungsschalter der Wohnung zu den Steckdosen/Licht usw. verfolgt. Also überall Licht und Geräte an und gucken was dann jeweils nicht läuft, die Nachbarn denken sich sicherlich ihren Teil. :mrgreen: Gleich nochmal nachschlagen welche Charakteristiken die jeweiligen LS haben und abschätzen inwiefern das noch kompatibel mit meinen Leistungsvorstellungen beim ALC ist.

Zu dem Drehstrom: Ich bin Staatlich geprüfter Techniker für Automatisierungstechnik und auch bei meinen Optischen Aufbauten wird nie bei voller Strahlleistung irgendwas justiert, mein Augenlicht hätte ich gerne auch noch n paar Jahre. Hätte vllt auch erwähnen sollen das ich mit dem ALC909Z gerne in der Zukunft mal die optische Leistungsreserve haben will um in die CW-Farbstofftechnik einzusteigen oder eventuell iwann mal OPOs selber aufbauen, aber das hat noch zeit. Daher auch der Kauf des ALC909, nich nur wegen der schönen Farben, der Nostalgik wegen oder weil ich zuviel Geld übrig hab :mrgreen: sondern weil der, ganz im Gegensatz zu 445nm LDs, wunderbar beugungsbegrenzt fokussiert werden kann und sehr wenig Divergenz aufweist.

Wobei son Gaslaser natürlich was viel schöneres is als ne seelenlose LD, solange man entsprechend Betriebskosten zahlen kann. :lol:

Sicherlich will ich den Laser nicht stundenlang auf Volllast laufen lassen und nur auf ca 1W oder weniger, gibt es denn eine Herstellerspezifikation bezüglich Leistung/Lebensdauer?

MfG Steffen
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon mikesupi » Sa 20 Apr, 2013 10:29 pm

Hi Steffen,

ich wollte nicht völlig aus dem Topic fallen, aber die Heizspannung des 909Z erachte ich schon als wichtig, klar läuft der auch mit 3.2V, ich selber betreibe die Röhre mit 2.8-3V. Ich habe noch einen 909 TLC, das ist die offizielle Verkaufsvariante des ALC909, in diesem Fall die Weisslicht Ar/Kr Version.
Das ist ein large Frame Laserhead, vermutlich kommen hierher die Angaben auf SAM's Laser FAQ (übrigens nicht die Bibel mit absoluter Glaubwürdigkeit, aber eine sehr gute Anlaufquelle!).

Der 909Z ist ein reiner Impulslaser, der zwar CW fähig ist, aber im original Wagen nur kurze Pulse erzeugen kann, da die Wasserkühlung nur in einem kleinen Kreislauf läuft.
Profis, die schon XXX-Systeme an den Mann gebracht haben, sprechen von einem maximalen Röhrenstrom von 28 Amp im CW-Betrieb bei entsprechender Kühlung.
Der 909Z ist recht sparsam im Wasserbedarf.
Ein Lexel-88 sollte nicht über 1.5 Watt betrieben werden, der 909Z kann schon 3-4 Watt Dauerstrich ab.

Für den 909Z gibt es keine offiziellen Leistungsdaten, da dieser Kopf wirklich nur für Zeiss gebaut worden ist.

Hier die Daten vom Large Frame 909 im Gehäuse:

OUTPUT POWER (Argon All-Lines)
CW Operation (multimode) 5W
Beam Diameter (multimode) 1.2 mm
Beam Divergence (multimode) 2.0 mrad
Beam Polarization Ratio > 100:1 E-Vector plus or minus 50
Optical Resonator Solid Invar Rod
Amplitute Power Stability In light control < plus or minus 2%
In current control < plus or minus 3%
Optical Noise In light control < 2% pp (10Hz to 1MHz)
In current control < 5% pp
Operating Environment
Temperature 10 - 40C (50 - 104F)
Humidity 0-95% non-condensing
Altitude 0-10,000 Ft.
Plasma Tube Bore Material Beryllium Oxide (BeO) Ceramic
Electrical Service
Voltage 208 V (+10%/-0%), three phase
Current 60 amp
Frequency 50/60 MHz
Laser Head Size 6.1 x 7.0 x 33.4 in. (156 x 178 x 848 mm)
System Water Requirements
Minimum flow rate 9.46 I/Min (2.5 gal/min)
Minimum differential pressure required 1.4 kg/cm2 (20 psig)
Minimum leakproof inlet pressure 7.1 kg/cm2 (100 psig)
Inlet water temperature 10 - 35C


der ALC909Z hat abweichende Daten:

Größe Kopf 909Z: 622 (795) x 204 x 120 -> ca. 20cm kürzer als der 909 TLC
Strahldurchmesser: 1mm
Divergenz: 1.5mrad
Wasser ca. 6l/Min. ca. 10-15 psig

Laut LightForce
Kathode: 2,6-2,8V / 25A
Magnet: 200 bis 230VDC @2,8-3,0A
Brennspannung: 165-170V bei 9-32A

Die 909 TLC Version hat ein fast 3x so großes Gasreservoir und ist ca. 20cm länger, was die höhere Kathodespannung erklärt, auch die Brennspannung liegt um die 210V mit max. 40A.

Ich stelle nächste Woche mal ein paar Vergleichsbilder vom 909Z und 909TLC in Laserfreak, muss aber erst welche machen.

Den 909Z gibt es auch als Sonderedition als W909Z mit Weisslichtoptiken und Ar/Kr Mischgasfüllung, bei meinem Weisslicht W909Z sind die elektrischen Werte annähernd gleich, wie bei meinen beiden Argon 909Z, er macht auch 5Watt Multiline Output, nur eben Weisslicht.

Mike


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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon kilovolt » So 21 Apr, 2013 11:05 am

Hallo Freunde

Bei der Heizspannung kommt es halt immer auch drauf an, wo man den Messpunkt definiert. Wenn man am Netzteil selber misst, hat man eine signifikant höhere Spannung als am Kopf selber. Wenn sagen wir mal 25A fliessen und die Leitungen und Stecker selber auch noch einen Widerstand von 0.05 Ohm aufweisen, dann hat man über der Leitung bereits einen Spannungsabfall von 1.25V. Die Spannung an den Netzteilklemmen ist dann also 1.25V höher als die Spannung an den Klemmen des Kopfes. Vielleicht haben die Leitungen etwas weniger Widerstand, aber einige zehn Milliohm sind es schnell, wenn man die Übergangswiderstände an den Steckerübergängen auch einberechnet. Wahrscheinlich habt Ihr also beide Recht ;-)

Ansonsten kann ich die Daten eines solchen Lasers leider nicht beurteilen, habe leider selber keinen in dieser Grössenordnung.

Ein herzlicher Gruss
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon medusa » Mo 22 Apr, 2013 12:51 pm

Hallo Kilovolt,

ich mache immer einen ziemlichen Zinnober um den Heizstrom (sic!) selbst rauszufinden, weil die Angaben zu Röhren aus allen möglichen Quellen im Web sehr dünn gesät sind. Über die 909 (ich habe 2 Modelle) war zu der Zeit exakt NIX herauszufinden.
Ich werde demnächst über die Physik der Kathoden und meine eigenen Experimente dazu mal einen längeren Beitrag verfassen. Dann wird vielleicht klarer, wie ich auf die 25A gekommen bin.

Vielleicht sind die Röhren heute auch robuster. Für die uralte ALC60 hat Steve Roberts eine Spannungstoleranz von nur +/- 0.1V angegeben, auf alten Siemens/Lasos Röhren steht zuweilen +/-0.05V (!).
Coherent Innova Röhren hingegen haben einen eher breiten Bereich von Heizströmen, auf einer I60-MA die ich gesehen habe stand was von 23-26A.

Haben wir uns alle wieder lieb?

~medusa.
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon mikesupi » Mo 22 Apr, 2013 12:57 pm

@medusa: Klar haben wir uns lieb, wer soll denn sonst die Gaslaser weiterhin hegen und pflegen :freak:
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Re: Infos zu Aesculap/Meditec-"Argus"-Netzteil gesucht

Beitragvon kilovolt » Di 23 Apr, 2013 4:02 pm

Hallo medusa ;-)

Danke für Deine Antwort und vorallem auch für die ausführliche Doku zu den Glühkathoden von Gaslasern (habe sie allerdings noch nicht komplett gelesen, das muss in einer ruhigen Minute geschehen).

Ich bin mittlerweile nicht mehr so sicher, ob die Heizspannung tatsächlich so kritisch ist hinsichtlich der Lebensdauer der Röhre. Dies aus zwei Gründen:

Zum einen haben viele Netzteile einfach eine Heizspannungserzeugung per Ringkerntransformator, der direkt am Netz hängt. Da ist dann nichts stabilisiert und mit der schwankenden Netzspannung schwankt auch die Heizspannung entsprechend.

Zum anderen glüht die Kathode des Gaslasers eigentlich mit verhältnismässig "tiefer" Temperatur, verglichen mit dem, was beispielsweise in einer Glühlampe abgeht mit dem Wendel. Die Glühkathode eiens Gaslasers leuchtet orange bis gelb, was irgendwo so im Bereich von 900 bis 1200°C liegen könnte. Wenn man nur schon sieht, wie sich die Lebensdauer einer Glühwendel bei der Glühlampe um ein Mehrfaches erhöht bei nur 80%iger Leistung (und noch immer Weissglut!), so ist die Gelbglut der Laserkathode im Vergleich dazu geradezu als "kühl" anzusehen. Vermutlich ist die Glühkathode daher etwas vom letzten, das bei sachgemässem Betrieb bei einer Röhre kaputt geht, mit Ausnahme bei zu schwacher Heizung, also zu niedriger Heizspannung. Dann dehnt sich das Material bei etwa 700°C Rotglut zu stark aus und es kann zum Kathodenhänger kommen. Leichtes Überheizen ist aber vermutlich nicht so stressig in einem einigermassen vernünftigen Rahmen, verglichen mit den Ein-/Ausschaltvorgängen.

Haben wir uns alle wieder lieb?

Och jaaaa :mrgreen: Was wäre dieses Forum denn, wenn uns die gute Medusa plötzlich den Rücken kehren würde? :shock:

Gruss kilovolt
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